Spitzensport in Deutschland stärken

 

CDU-Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu (Mitte) besuchte im Rahmen ihrer Sommertour durch den Wahlkreis auf Einladung von Stefan Klett (r.), Präsident des Landessportbundes NRW und des Sporthilfe NRW e. V., und Dirk Burghaus (l.), Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen, die Spezialklinik in Lüdenscheid. Ein gemeinsames Ziel der Gesprächspartner ist es, Deutschland im internationalen Spitzensport zu stärken.

CDU-Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu besucht Sportklinik Hellersen.

Mit Blick auf die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland ziehen die Bundespolitik, der organisierte Sport und die spezialisierte Sportmedizin an einem Strang: Anfang August traf sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu in Lüdenscheid mit Dirk Burghaus, Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen, sowie Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und der Sporthilfe NRW e. V., dem Träger der Sportklinik Hellersen. Sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: Deutschland im internationalen Spitzensport stärker aufzustellen und die Olympiaperspektive voranzubringen. 

Im Mittelpunkt des Austauschs standen das Mitte Juli 2026 vom Bundestag verabschiedete Sportfördergesetz, die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland sowie die Bedeutung einer leistungsfähigen sportmedizinischen Infrastruktur. Der Besuch fand in einem besonderen Jahr für die Sportklinik Hellersen statt. Im Oktober 2026 feiert die Spezialklinik ihr 80-jähriges Bestehen.

Neue Grundlage für die Spitzensportförderung
Bereits 2016 hatten das Bundesministerium des Innern (BMI) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zusammen mit der Sportministerkonferenz der Länder ein Reformkonzept zur Neustrukturierung des Leistungssports beschlossen, um Deutschland im internationalen Spitzensport nachhaltig zu stärken und die Chancen auf sportliche Erfolge bei internationalen Wettkämpfen sowie bei Olympischen und Paralympischen Spielen zu verbessern. Doch die Umsetzung blieb bislang hinter den Erwartungen zurück. Mit dem Sportfördergesetz sollen nun weitere notwendige Reformschritte eingeleitet und die Spitzensportförderung des Bundes erstmals auf eine einheitliche und transparente gesetzliche Grundlage gestellt werden.

„Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Athleten und Trainer nachhaltig zu verbessern und damit insgesamt die Voraussetzungen für größere internationale Erfolge zu schaffen“, sagt CDU-Abgeordnete Tijen Ataoğlu, die vor der Sommerpause für den Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag gestimmt hatte. Herzstück des Gesetzes ist die Errichtung einer unabhängigen Spitzensport-Agentur als Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie soll zentrale Aufgaben der Förderung und sportfachlichen Steuerung bündeln, um Deutschlands Chancen auf eine erfolgreiche Teilnahme an internationalen Wettkämpfen deutlich zu erhöhen. Dies gilt auch im Hinblick auf eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Am 26. September entscheidet der DOSB, welcher Kandidat Deutschland im internationalen Bewerbungsverfahren vertreten soll. Aktuell sind Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr im Rennen.

Sportmedizinische Infrastruktur auf Olympia-Niveau 
Das Vorhaben der Bundespolitik passt zu den Bestrebungen im Sportland NRW: Unter der Präsidentschaft von Stefan Klett setzt sich der Landessportbund NRW dafür ein, den Leistungs- und Spitzensport zu stärken und die Bewerbung von KölnRheinRuhr im nationalen Auswahlverfahren voranzubringen. Nordrhein-Westfalen verfügt über zahlreiche geeignete Sport- und Trainingsstätten. „Sportlicher Erfolg braucht verlässliche Strukturen und starke Partner“, betont Stefan Klett. „Die Sportklinik Hellersen ist dabei ein wichtiger Baustein im Netzwerk des organisierten Sports und trägt mit ihrer Expertise zu einer leistungsfähigen sportmedizinischen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen bei, die für erfolgreiche Olympische und Paralympische Spiele unverzichtbar ist.“

Gegründet wurde die orthopädische und sportmedizinische Fachklinik 1946 von der heutigen Sporthilfe NRW e. V., um verletzten Sportlern eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen. Seit 1998 ist die Sportmedizin der Sportklinik Hellersen zudem offizielles Sportmedizinisches Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Erst im Mai 2026 wurde die Akkreditierung erneut bestätigt und bis 2034 verlängert. Damit gehört die Abteilung weiterhin zu den bundesweit 29 DOSB-Untersuchungszentren für die medizinische Betreuung von Spitzen- und Olympiasportlern.

„Der Sport gehört seit 80 Jahren zu unserer DNA“, erklärt Dirk Burghaus, seit 2017 Vorsitzender des Vorstands. Gerade bei der Betreuung von Kader- und Spitzensportlern greifen hier die moderne Leistungsdiagnostik, hoch spezialisierte Behandlungen und eine möglichst schnelle und sichere Rückkehr in Training und Wettkampf eng ineinander. „Wir wissen aus Erfahrung: International erfolgreicher Spitzensport braucht neben einer verlässlichen Förderung auch eine hoch spezialisierte medizinische Versorgung. Genau hier leisten wir seit Jahrzehnten unseren Beitrag.“

Spezialisierung, Innovation und internationaler Austausch 
Im Rahmen des Besuchs informierte sich Tijen Ataoğlu außerdem über die medizinischen und strategischen Zukunftsprojekte der Sportklinik Hellersen. Dazu gehören u.a. das Robotik-Zentrum der Endoprothetik Hellersen, das Deutsche Wirbelsäulen- und Skoliosezentrum, die Einrichtung einer neuen KI-Stabsstelle für digitale Transformation sowie der Aufbau eines internationalen medizinischen Kooperationsnetzwerks in der Region Middle East. Seit 2023 treibt die Sportklinik unter der Dachmarke Hellersen Hospital den globalen Wissenstransfer voran. Anfang 2026 wurde die Spezialklinik durch das Arab Board of Health Specializations zertifiziert. Als erste Ausbildungsstätte außerhalb der arabischen Staaten darf sie seitdem die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie nach den Standards des Arab Board anbieten.

Auch Tijen Ataoğlu bringt durch ihren persönlichen und beruflichen Werdegang eine enge Verbindung zur Region und internationale Erfahrungen mit. Gebürtig aus der benachbarten Hansestadt Wipperfürth im Oberbergischen Kreis, absolvierte sie ihr Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Köln und Istanbul. Seit 2019 ist sie als Richterin im Landgerichtsbezirk Hagen tätig und wurde 2023 zur Richterin auf Lebenszeit am Landgericht Hagen ernannt. Vor ihrem Einzug in den Deutschen Bundestag arbeitete sie zuletzt als Büroleiterin des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Nordrhein-Westfalen sowie als Koordinatorin für Parlamentarische Untersuchungsausschüsse. Im Bundestag ist sie stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. Neben den sportpolitischen und strategischen Zukunftsthemen waren auch die Auswirkungen aktueller gesundheitspolitischer Entscheidungen auf spezialisierte Kliniken und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung Teil des Austauschs.
 
Pressekontakt

Sarah Burghaus
Head of Marketing, PR & Customer Service, Pressesprecherin
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