Rückenschmerzen

 


Auch die Wirbelsäule altert

Rückenschmerzen sind die häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung. 80 Prozent der Deutschen leiden irgendwann einmal in ihrem Leben daran. Der Grund: auch die Wirbelsäule altert.

Im Rahmen des Alterungsprozesses verlieren die Bandscheiben ihre Elastizität und die Wirbelsäule somit auch an Stabilität. Die wirbelsäulen-verstrebte Muskulatur sorgt dafür, dass die Wirbelsäule dennoch stabil bleibt und wir weiterhin aufrecht durchs Leben gehen. Dazu gehört die Rückenstreck- und die Bauchmuskulatur. Die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur ist mit der Takelage eines Schiffsmastes zu vergleichen. Fehlt diese Takelage, wird der Mast instabil und bricht beim ersten Wind.

Die Alterung ist im Röntgenbild anhand von Knochenreaktionen zu erkennen. Durch knöcherne Abstützreaktionen stabilisiert sich die Wirbelsäule von selbst. Die Ausprägung der Abstützreaktion ist zum großen Teil genetisch bedingt. Hier ist zu sehen, die Genetik ist ebenfalls eine wichtige Komponente, die als Ursache für Rückenschmerzen beachtet werden muss. 

Neben dem Verlust der Wirbelsäulenstabilität verliert der Mensch im Alter auch an Muskelkraft. Das Problem: Die schwächere Muskulatur soll eine instabile Wirbelsäule halten. Die Muskulatur gibt dabei ihr Bestes. Sie hält so stark, bis sie „krampft“. Es kommt zu muskulären Verhärtungen, die wiederum für Rücken- und auch Nackenschmerzen verantwortlich sind. Diese äußern sich in Spannungskopfschmerzen.

Insbesondere Personen mit Schreibtischtätigkeiten sind davon betroffen. Denn bekommt die Muskulatur nicht genügend Wechselbelastung – also bei Dauerbelastung – verschlechtert sich die muskuläre Durchblutung und es kommt schneller zu muskulären Verhärtungen.