Sportmedizin


Dr. med. Ulrich Schneider

Leitender Arzt

Sportmedizin / Innere Medizin

Ob Leistungs- oder Check-Up-Untersuchungen oder Kadertestungen für Sportmannschaften – Leistungs- und Spitzensportler gehen in unserer Sportmedizin ein und aus. Von diesem Know-how profitieren auch Hobbysportler, Sport-Neulinge sowie Patienten, die Bewegung und Training zur Therapie anwenden möchten.

Unsere Ärzte und Sportwissenschaftler untersuchen die Gesundheit, die Ausdauerleistung, überprüfen die Haltung und messen die Kraft, um Defizite aufzuspüren und gegebenenfalls gemeinsam einen Trainingsplan zu erstellen, der nach den jeweiligen persönlichen Zielen und dem aktuellen Können ausgerichtet ist. Unsere Sportmedizin ist sowohl Ansprechpartner für Sportler, die ihre Leistung optimieren möchten, als auch für Sporteinsteiger beziehungsweise Wiedereinsteiger, die gut vorbereitet und ohne Risiko das Training beginnen möchten. Und auch Patienten mit Erkrankungen und sportmedizinischen Fragestellungen sind in der Abteilung Sportmedizin richtig.

Prävention spielt im Sport eine große Rolle. Medizinische Check-up-Untersuchungen können ernsthafte Komplikationen im Sport verhindern und auch gleichzeitig Überlastungen deutlich machen und somit vermeiden. In der Abteilung Sportmedizin der Sportklinik Hellersen führen wir Untersuchungen auf die Sporttauglichkeit nach den Richtlinien der DGSP/ACSM durch und bieten sportmedizinische Beratungen für den gesundheitsorientierten Sport an. Gleichzeitig sind wir ein Untersuchungszentrum für Kadersportler des DOSB und des LSB.

Behandlungsschwerpunkte

  • EKG 
  • Langzeit-EKG 
  • Belastungs-EKG 
  • Langzeit-RR 
  • Echokardiografie 
  • Leistungsdiagnostik mittels Spirometrie und Laktatanalysen 
  • Lungenfunktion 

 

Leistungsdiagnostik

Ein wichtiger Leistungsschwerpunkt in unserer Sportmedizin ist die Leistungsdiagnostik. Unter medizinischer Begleitung wird die körperliche Fitness beurteilt und die Leistungsfähigkeit individuell eingeschätzt. Die zentralen Fragen: Ist der Sportler/Patient gesund und in welcher Form ist eine Anstrengung durch Sport für ihn zu empfehlen?

Voraus geht der Leistungsdiagnostik daher auch immer ein medizinischer Check. Dadurch können Auffälligkeiten bereits ausgeschlossen werden, unter dessen Voraussetzungen der Test nicht möglich wäre. Dieser erste Check beinhaltet ein Anamnesegespräch mit einem Sportmediziner, ein Ruhe-EKG sowie eine Ruhe-Blutdruckmessung.

Die Vorbereitung auf die Leistungsdiagnostik:
Wer eine Leistungsdiagnostik durchführt, sollte erholt und gesund in der Sportmedizin erscheinen. Das bedeutet auch, die Tage vor dem Test nicht mehr intensiv zu trainieren oder an Wettkämpfen teilzunehmen. Die Ernährung sollte im Vorfeld Kohlenhydratbetont sein, zwischen der letzten Mahlzeit und dem Test allerdings zwei Stunden liegen.

Anschließend folgt die eigentliche Leistungsdiagnostik. Diese ist entweder auf dem Laufband-, Fahrrad-, Ruder- oder an einem Handkurbelergometer möglich. Während des Tests wird ein Belastungs-EKG durchgeführt und über einen Brustgurt die Herzfrequenz ermittelt. Zudem kann eine Atemgasanalyse durchgeführt und die Laktatkonzentration über Blutproben am Ohr bestimmt werden, um den Grad der Anstrengung zu erfassen. Die Auswertung der Ergebnisse ist Bestandteil der Nachbesprechung. Im Gespräch mit dem Sportwissenschaftler wird erörtert, wo zum Beispiel individuelle Stärken und Schwächen liegen, wie Verbesserungen zu erzielen sind und was beim Training zu vermeiden ist.

 

Um verlässliche Daten aus Ihrer leistungsdiagnostischen Untersuchung zu erhalten, sollten Sie folgende Aspekte in den Tagen vor Ihrem Leistungstest beachten:

Kommen Sie gesund und erholt zur leistungsdiagnostischen Untersuchung

  • Kein intensives oder umfangsbetontes Training in den letzten 3 Tagen vor dem Test
  • Der letzte Wettkampf sollte mindestens 7 Tagen zurückliegen
  • Keine kohlenhydratarme Ernährung in den Tagen vor der Untersuchung
  • Keine kohlenhydratreichen Getränke unmittelbar vor der Untersuchung
  • Die letzte Mahlzeit und Kohlenhydratzufuhr mindestens 2 Stunden vor dem Test

Das bringen Sie bitte mit

  • Sportbekleidung und Handtuch
  • Utensilien zum Duschen
  • Saubere Lauf- oder Radschuhe

Für Radsportler: Shimano-SPD Pedale (MTB) sind vorhanden. Bei anderen Systemen bitte neben den Schuhen auch Ihre Pedale mitbringen. Radsportler können auch ihr Rennrad oder Mountainbike mitbringen (Montage nur mittels Schnellspanner und nicht mit Steckachse möglich) und ihren Test auf dem Cyclus2-Ergometer absolvieren.

Sollte bereits eine Leistungsdiagnostik in einem anderen Institut durchgeführt worden sein, helfen Unterlagen vom Test die individuelle Leistungsentwicklung zu beurteilen. Trainingsaufzeichnungen und/oder medizinische Vorbefunde können ebenso hilfreich sein.

Kraftdiagnostik (Back-Check)

Der Back-Check wird für die Kraftdiagnostik als Testsystem eingesetzt. Es dient zur Erhebung des muskulären Status der Rumpfmuskulatur. Gleichzeitig setzt die Sportmedizin das Testsystem zur Identifizierung und Quantifizierung muskulärer Dysbalancen ein. Der Test kontrolliert die Leistungsfähigkeit der haltungsstabilisierenden Muskulatur und ermöglicht Empfehlungen für ein gesundheitsorientiertes und zielgerichtetes Training der Rumpfmuskulatur.

Trainingsplanung

Die Trainingsplanung erfolgt immer individuell und richtet sich nach der jeweiligen Zielsetzung des Sportlers – egal ob Leistungs-, Breiten- oder ambitionierter Hobbysportler. Dies kann zum Beispiel die Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit sein oder die strukturelle Wettkampfvorbereitung. Grundsätzliches Ziel der Trainingsplanung ist, die Überforderung und Überlastungsschäden zu vermeiden und den Körper nur in gesundem Maße zu fordern. Daher gehören zur Trainingsplanung auch regelmäßige medizinische Kontrollen für ein optimales und angemessenes Training, und eine Trainingsdokumentation. Gezielte Ruhepausen sind ebenfalls immer zu berücksichtigen, damit sich der Körper anpassen kann.

Bioimpedanz-Analyse

Mit der Bioimpedanz-Analyse wird die Körperzusammensetzung gemessen sowie der Energieumsatz abgeleitet. Die Analyse berechnet den Muskel-, Fett und Wasseranteil des Körpers sowie auch den täglichen Kalorienverbrauch im Ruhezustand. Die Berechnung bezieht sich dabei nicht nur auf den gesamten Körper, sondern gibt auch Aufschluss über die Verteilung an Armen, Beinen und Rumpf. Die Sportwissenschaftler der Sportklinik Hellersen nutzen die Bioimpedanz-Analyse auch zur Beurteilung der Leistungsentwicklung, besonders in Sportarten, in denen das Körpergewicht leistungslimitierend ist.

Kadertestungen / Sporttauglichkeit

Seit 1998 hat die Abteilung Sportmedizin der Sportklinik Hellersen des Status eines DOSB- und LSB-NRW-akkreditierten Untersuchungszentrums. Dies geht mit der Aufgabe einher, Sportler des Bundes- und NRW-Landeskaders auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Sporttauglichkeit zu untersuchen. Und auch der DFB beauftragt die Sportmedizin Hellersen seit 1998 für die Untersuchungen der Fußball Bundesliga-Schiedsrichter. Die regelmäßige Überprüfung der Gesundheit ist insbesondere im Leistungssport sehr wichtig und häufig eine Voraussetzung, um an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen.

Tauchtauglichkeit

Bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung wird festgestellt, ob die Person tauchtauglich ist und den Tauchsport gefahrlos ausüben kann. Unser Facharzt führt die Untersuchungen nach den Leitlinien der GTÜM (Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin) durch. Die Untersuchung erfasst unter anderem den körperlichen Allgemeinzustand, den Ruhe-Blutdruck sowie die Herzfrequenz und den Blutdruck unter Belastung. Bei einer Lungenfunktionsuntersuchung ermittelt der Arzt die Vitalparameter der Lunge (Lungenvolumen, Vitalkapazität, usw.).

Ärzteteam Sportmedizin

Unsere Spezialisten


Dr. med. Ulrich Schneider

Leitender Arzt

Sportmedizin / Innere Medizin

Prof. Dr. phil. Volker Höltke

Leitender Trainingswissenschaftler

Andreas Kramer

Sportwissenschaftler

Kontakt & Terminvereinbarung


Kristin Wegener

Sekretariat Sportmedizin

Ambulanz

Tel. 02351 945-2281
Fax 02351 945-2283
sekretariat.schneider@hellersen.de

Sprechzeiten

Montag – Donnerstag
8.00 – 16.00 Uhr

Freitag
8.00 – 15.00 Uhr

Zu allen anderen Zeiten wird Ihnen in unserer Zentralen Notfallambulanz Tel. 02351 945-0 geholfen.

Zentrale Notfallambulanz