Sportklinik Hellersen schafft integriertes Versorgungszentrum am Klinikstandort

Bündelung der Lüdenscheider MVZ-Strukturen stärkt Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung  

Die Sportklinik Hellersen hat ihre bislang auf mehrere Standorte verteilten Lüdenscheider MVZ-Praxen am Klinikstandort an der Paulmannshöher Straße 17 zentralisiert. Im Zuge der strukturellen Neuausrichtung wechselten die Praxen für Orthopädie (Knapper Straße 34), Chirurgie und Unfallchirurgie (Wilhelmstraße 1) sowie Anästhesiologie (Rathausplatz 23) ins Erdgeschoss von Haus 1 der Sportklinik Hellersen. Die Kassensitze, Mitarbeiter und das Leistungsangebot blieben dabei vollständig erhalten.

Freuen sich über die gelungene Zusammenführung der Lüdenscheider MVZ-Praxen am zentralen Klinikstandort (v.r.n.l.): Dirk Burghaus (Geschäftsführer der Medizinischen Versorgungszentrum Hellersen GmbH und Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen), Dr. Tobias Schmenn (Ärztlicher Direktor der Sportklinik Hellersen und Medical Operations Coordinator) und Andreas Groll (Ärztlicher Leiter des MVZ Hellersen und Leiter der orthopädischen MVZ-Praxis) und Meike Kreuz, Organisatorische Leitung des MVZ Hellersen. © Sportklinik Hellersen

 

Mehrwerte für Patienten und Praxisteams

Mit der räumlichen und organisatorischen Zusammenführung der Praxen entwickelt die Sportklinik Hellersen ihr Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) konsequent weiter – hin zu einer klar integrierten Struktur, die ambulante und stationäre Leistungen stärker verzahnt und eine engere Steuerung von OP-Zeiten, Personal und Ressourcen ermöglicht. Für Patientinnen und Patienten ergeben sich kürzere Wege, schnellere Abstimmungen und eine besser koordinierte Versorgung planbarer und akuter Eingriffe. Gleichermaßen profitieren die Mitarbeiter, da durch die gebündelten Strukturen flexiblere Arbeitszeitmodelle möglich geworden sind, was insbesondere bei längeren Anfahrtswegen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessert.

Durch die räumliche Zusammenführung an einem gemeinsamen Standort konnten Doppelstrukturen abgebaut und Abläufe effizienter gestaltet werden. „Getrennte Standorte bedeuten zusätzliche Abstimmung, Wege und Ressourcenbindung“, erläutert Dirk Burghaus, Geschäftsführer der Medizinischen Versorgungszentrum Hellersen GmbH und Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen. „Indem wir ambulante und stationäre Versorgung konsequent zusammenführen, entstehen klare Verantwortlichkeiten und eng aufeinander abgestimmte Behandlungsprozesse mit höchster medizinischer Qualität. Davon profitiert vor allem der Patient.“

Die zusammengeführten MVZ-Praxen befinden sich im Erdgeschoss von Haus 1 der Sportklinik Hellersen. In die neue Struktur integriert wurde auch die vormals in Haus 2 ansässige orthopädische MVZ-Praxis unter ärztlicher Leitung von Andreas Groll. Lediglich die Praxis für Neurochirurgie ist weiterhin in Haus 2 angesiedelt. „Für die Patienten bleibt die Kontinuität in der ärztlichen Versorgung auch nach dem Umzug gewährleistet. In Vertretungssituationen ergeben sich jedoch große Vorteile, da sich die Ärzte nun besser untereinander abstimmen können“, erläutert Andreas Groll, der seit Ende 2022 Ärztlicher Leiter des gesamten MVZ Hellersen ist. „Durch die kurzen Wege und den engen interkollegialen Austausch am Klinikstandort können die Kollegen bei Bedarf zudem schnell und unkompliziert auf die Expertise von Spezialisten aus anderen Bereichen zurückgreifen – wie zum Beispiel der Endoprothetik oder der Handchirurgie“, hebt der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie hervor. „Das schafft einen echten Mehrwert für die Patienten.“

 

Durch die Verlagerung der Lüdenscheider MVZ-Praxen für Orthopädie, Chirurgie, Unfallchirurgie und Anästhesiologie an einen gemeinsamen Standort im Erdgeschoss von Haus 1 in der Sportklinik Hellersen werden die ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnt und Behandlungswege für Patienten effizienter gestaltet – die Praxis für Neurochirurgie ist weiterhin in Haus 2 ansässig. Ein Teil des Praxisteams am MVZ-Standort in Lüdenscheid: v.l.n.r. Meike Kreuz (Organisatorische MVZ-Leitung), Anis Qandil (Facharzt Neurochirurgie), Bernard Essed (Facharzt Wirbelsäulenchirurgie), Dr. Tobias Schmenn (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie), Issam Rishmawi (Facharzt Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie und Durchgangsarzt), Burghard Grübbel (Facharzt für Orthopädie), Andreas Groll (Ärztlicher Leiter des MVZ und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie), Dr. Ralf Wied (Facharzt Neurochirurgie). © Sportklinik Hellersen


Zukunftsfähige Versorgungsstruktur

Hintergrund der Zentralisierung sind die sich grundlegend verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen. „Ambulante und stationäre Versorgung müssen heute eng miteinander verzahnt sein“, erklärt Dr. Tobias Schmenn, Ärztlicher Direktor der Sportklinik Hellersen und praktizierender Orthopäde im MVZ Hellersen. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin koordiniert seit 2024 in seiner zusätzlichen Funktion als „Medical Operations Coordinator“ die medizinischen Abläufe der Klinik und des angeschlossenen MVZ.

„Ziel ist ein Behandlungsprozess ohne Umwege für Patienten. Durch die räumliche Bündelung der Lüdenscheider Praxisstandorte in der Sportklinik Hellersen schaffen wir eine leistungsfähige Struktur, die medizinisch sinnvoll, organisatorisch effizient und strategisch zukunftsfähig ist.“ Dazu zählt auch, dass erforderliche Röntgenaufnahmen direkt vor Ort durchgeführt werden können. Für die weiterführende bildgebende Diagnostik mittels MRT und CT steht Patienten am Klinikstandort zudem eine kooperierende externe radiologische Praxis im Untergeschoss zur Verfügung.

Durchgängige Versorgung aus einer Hand

Die Zentralisierung schafft die Voraussetzungen für eine durchgängige Patientenversorgung aus einer Hand von der ambulanten Sprechstunde bis zur Nachsorge. „Ambulante Leistungen nehmen zu, Prozesse werden komplexer, wirtschaftlicher Druck wächst. Wir reagieren darauf nicht mit Einzelmaßnahmen, sondern mit einer klaren strukturellen Entscheidung“, betont Dirk Burghaus. Um die steigende Nachfrage zu bedienen und Wartezeiten zu verkürzen ist eine Ausweitung der Sprechzeiten perspektivisch geplant. „Wir schaffen keine Übergangslösung, sondern ein tragfähiges Versorgungsmodell für die kommenden Jahre. Unser Anspruch ist es, die medizinische Qualität in Lüdenscheid nachhaltig zu sichern und aktiv weiterzuentwickeln.“