
Präsidium und der Vorstand des Trägervereins Sporthilfe NRW e.V. luden am 31.10.2026 zur Mitgliederversammlung am Klinikstandort in Lüdenscheid ein (v.l.n.r.): Reinhard Ulbrich (Präsidium), Stephan Franz (Vorstand Sportklinik Hellersen), Stefan Klett (Präsident), Dirk Burghaus (Vorsitzender des Vorstands Sportklinik Helleren), Dr. Michael Timm (Vize-Präsident), Diethelm Krause (Präsidium)
Mitgliederversammlung im Jubiläumsjahr: Jahresüberschuss über Plan und klare Erwartungen an das Land NRW
80 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Sportklinik Hellersen zu einer der größten und führenden orthopädischen Fachkliniken Deutschlands entwickelt. Aus ihren Wurzeln im organisierten Sport ist eine hochspezialisierte Klinik für Erkrankungen, Verletzungen und Schmerzen des Bewegungsapparats entstanden, die heute eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung Nordrhein-Westfalens und weit darüber hinaus übernimmt. Auch wirtschaftlich setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Das wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Trägervereins Sporthilfe NRW e. V. am Klinikstandort in Lüdenscheid deutlich. Neben der positiven Bilanz und den Zukunftsplanungen standen die medizinische Weiterentwicklung und die Investitionsperspektive des Standorts sowie die ausstehende Entscheidung zu Fördermitteln des Landes NRW im Fokus.
Eine gute Gesundheitsversorgung braucht eine solide wirtschaftliche Basis. Deshalb ist das vorgestellte Ergebnis angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Krankenhäuser in Deutschland besonders erfreulich: Der Trägerverein Sporthilfe NRW e. V. schloss das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Jahresüberschuss ab und lag damit sogar über Plan. Die positive Bilanz ist das Ergebnis einer konsequenten medizinischen und organisatorischen Weiterentwicklung. Mit der Zuweisung der Leistungsgruppen im Rahmen der abgeschlossenen Krankenhausplanung hat das Land Nordrhein-Westfalen zuletzt die Bedeutung der Sportklinik Hellersen für die Gesundheitsversorgung in der Region ausdrücklich bestätigt.
Mitgliederversammlung im Zeichen von Zusammenhalt und Zukunftsperspektiven
Nach der Begrüßung durch Stefan Klett, Präsident der Sporthilfe NRW und des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, standen die Berichte über das vergangene Geschäftsjahr, der Jahresabschluss 2025 und der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung auf der Tagesordnung. Dirk Burghaus, Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen, informierte die Mitglieder über die aktuelle Situation und die weiteren Planungen der Klinik. Dabei ging er insbesondere auf die medizinische Weiterentwicklung und die geplanten Investitionen in den Standort ein. Die Mitglieder würdigten die erfolgreiche Arbeit mit der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Präsidium und stimmten auch allen neu zur Abstimmung gestellten Beschlussvorlagen einstimmig zu.

Dr. Stefan Schmidl (Chefarzt Endoprothetik) demonstrierte bei einer Live-Vorführung, wie der OP-Roboter den Operateur bei der präzisen Planung und Schnittführung unterstützt.
Medizinische Spezialisierung und Modernisierung vorantreiben
Die Sportklinik setzt ihre medizinische Weiterentwicklung fort. Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Ausbau der spezialisierten operativen Versorgung. Im Oktober 2026 wurde ein zweiter OP-Roboter installiert, mit dem die Klinik ihre Expertise in der Endoprothetik weiter ausbaut. Auch die Digitalisierung wird seit Juni mit einer eigenen Stabsstelle für KI, Automatisierung und Digitale Transformation gezielt vorangetrieben. Ziel ist es, durch moderne Technologien Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeiter zu entlasten und die Patientenversorgung zu unterstützen. Erste spürbare Effekte aus umgesetzten Projekten sind bereits positiv spürbar.
Für die langfristige Entwicklung und die Umsetzung der Krankenhausplanung NRW sind darüber hinaus umfangreiche bauliche und strukturelle Investitionen geplant. Das Vorhaben umfasst einen OP-Neubau, moderne Intensiv- und Überwachungsbereiche, die Weiterentwicklung der Notfallversorgung sowie Maßnahmen zur Energieeffizienz und Klimaanpassung. Für diese Maßnahmen braucht es eine verlässliche Investitions- und Förderperspektive.
Ein weiteres Thema war die Frage, wie die Klinik auch unter den künftigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen wirtschaftlich stabil bleiben kann. Im weiteren Austausch mit den Mitgliedsorganisationen ging es auch um den Stand der laufenden Förderverfahren und die ausstehende Entscheidung des Landes NRW. Dabei formulierten die Sportorganisationen klare Erwartungen an das Land: Für die notwendigen Investitionen und die langfristige Entwicklung der Sportklinik Hellersen braucht es belastbare Entscheidungen und eine verlässliche Planungsperspektive.
Um den bisherigen Kurs trotz wachsender Herausforderungen fortzusetzen, wurde ein Wirtschaftsplan für 2027 vorgestellt, der die Auswirkungen der Gesundheitsreformen, steigende Kosten sowie die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Angesichts steigender Kosten und zunehmender gesetzlicher Sparmaßnahmen betont die Sporthilfe NRW zugleich die Verantwortung der Politik, verlässliche Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser zu schaffen. Reformen müssen die Qualität der Patientenversorgung langfristig sichern und zugleich notwendige Investitionen in Personal sowie moderne Infrastruktur ermöglichen und unterstützen. Stefan Klett unterstrich dabei die Bedeutung einer verlässlichen Investitionsförderung: „Förderung ist kein Ersatz für gutes Wirtschaften. Gutes Wirtschaften darf aber auch kein Grund sein, notwendige Investitionsförderung als entbehrlich anzusehen.“

Die Mitgliedsorganisationen der Sporthilfe NRW stehen geschlossen hinter der Sportklinik Hellersen und erwarten vom Land NRW Planungssicherheit für die anstehenden Investitionen.
Klare Erwartung an das Land NRW: Planungssicherheit für die Zukunft
Gerade im aktuellen gesundheitspolitischen Umfeld kommt der positiven Entwicklung der Spezialklinik eine besondere Bedeutung zu. Während zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland mit steigenden Kosten und wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert sind, hat die Sportklinik Hellersen in den vergangenen zehn Jahren ihre medizinischen Bereiche konsequent weiterentwickelt und ihre wirtschaftliche Grundlage nachhaltig gestärkt. Diese Stabilität bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung. Die Finanzierung der geplanten umfangreichen baulichen und strukturellen Maßnahmen bleibt dabei eine eigenständige Aufgabe.
„Ich begrüße, dass sich die Mitgliedsorganisationen für eine klare Investitionsperspektive einsetzen“, sagt Dirk Burghaus, seit 2017 Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen. „Wir haben die medizinische Spezialisierung vorangetrieben und die wirtschaftliche Grundlage der Klinik nachhaltig gestärkt. Jetzt braucht es auch ein klares Commitment des Landes, damit wir die nächsten Investitionsschritte gemeinsam planen und umsetzen können.“
Die Sporthilfe NRW erwartet deshalb belastbare Entscheidungen zu den laufenden Förderverfahren und einen verlässlichen zeitlichen Rahmen für die nächsten Investitionsschritte. Sie setzt dabei auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen.

Dr. Markus Leyh (Chefarzt Schulter-, Ellenbogen-, Kniechirurgie und Traumatologie) gab Einblicke in den Ambulanten OP-Bereich sowie arthroskopische Verfahren.
Von der History Wall bis zur modernen OP-Technologie
Die diesjährige Mitgliederversammlung der Sporthilfe NRW e.V. stand zugleich im Zeichen des 80-jährigen Bestehens der Sportklinik Hellersen. Bei einem anschließenden Rundgang begaben sich die Mitglieder auf die Spuren der Klinikgeschichte. Bereits 1970 setzte Hellersen als Europas modernstes und größtes Krankenhaus für Sportverletzte Maßstäbe. Seit 1998 ist die Sportmedizin zudem akkreditiertes Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Landessportbundes NRW. Im selben Jahr begann auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der sportmedizinischen Untersuchung von Bundesliga-Schiedsrichtern. Wie sich die Klinik seither weiterentwickelt hat, erlebten die Mitglieder an verschiedenen Stationen – von der neuen History Wall über die moderne operative Versorgung und Robotik bis zur sportmedizinischen Leistungsdiagnostik.

In der Abteilung für Sportmedizin können neben Spitzensportlern auch Freizeit- und Breitensportler ihre körperliche Leistungsfähigkeit testen, um Erkenntnisse für ihre gezielte Trainingsplanung zu gewinnen.
Auch für Krisensituationen gut aufgestellt
Die Geschichte der Sportklinik Hellersen begann 1946 mit der medizinischen Versorgung verletzter Sportler, für die sich die damals noch im Aufbau befindliche Sporthilfe NRW engagierte. Acht Jahrzehnte später gewinnt angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage ein weiterer Aspekt an Bedeutung: die Krisen- und Verteidigungsfähigkeit der Krankenhäuser. Die geplanten Investitionen in die medizinische Infrastruktur der Sportklinik Hellersen können deshalb auch einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Krisenvorsorge leisten.
Die Sportklinik bringt dafür bereits wichtige medizinische Voraussetzungen mit: Mit einer Facharztquote von 83 Prozent erreicht sie laut einer Auswertung der Qualitätsberichte 2024 den Spitzenwert unter den fünf größten orthopädischen Kliniken Deutschlands. Auch in der Anästhesie und Intensivmedizin verfügt sie über einen hohen Facharztanteil. Die geplante Modernisierung der Intensiv- und Überwachungsbereiche soll die reguläre Patientenversorgung stärken und zugleich bessere Voraussetzungen für besondere Krisensituationen schaffen. Damit rückt die Weiterentwicklung der Sportklinik auch über den organisierten Sport hinaus verstärkt in den Fokus des öffentlichen Interesses.
Bildhinweis alle Fotos auf dieser Webseite: © Sportklinik Hellersen
Pressekontakt
Sarah Burghaus
Head of Marketing, PR & Customer Service, Pressesprecherin
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