Dreimal Leben geschenkt: Mitarbeiter der Sportklinik Hellersen spendet mehrfach Knochenmark

Spezialklinik ruft mit Typisierungsaktion zur Stammzellregistrierung auf

Daniel Marcinkowski, Pfleger an der Sportklinik Hellersen, hat einem anderen Menschen gleich dreimal die Chance auf mehr Lebenszeit geschenkt. Möglich wurde dies durch seine Bereitschaft zur Knochenmarkspende. Insgesamt spendete der Mitarbeiter der Sportklinik Hellersen bereits dreimal Stammzellen. 

Schon während seiner Ausbildung hat sich Daniel Marcinkowski bei der Stefan-Mosch-Stiftung registriert. „Ich kann mich noch ganz genau an den Moment erinnern, als ich das erste Mal einen Anruf bekam, dass ich als Spender in Frage komme. Ich war damals in der Berufsschule und mein Handy klingelte mitten im Unterricht. Als ich die Vorwahl sah, wusste ich irgendwie sofort Bescheid“, berichtet der Pfleger. Danach ging alles ganz schnell.

„Ich war zunächst etwas überfordert und konnte die Informationen gar nicht so schnell verarbeiten. Nach dem Telefonat ging es sofort los. Ich habe meinen Lehrer informiert und war vom Unterricht freigestellt, um mich direkt auf den Weg in die Klinik zu weiteren Untersuchungen zu machen“, sagt Daniel Marcinkowski. Denn nach der Registrierung sind potenzielle Spender erst einmal nur in der Kartei erfasst. Erst wenn die Datenbank ein Match identifiziert, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Zu diesen Voruntersuchungen zählt unter anderem die Überprüfung der Anatomie des Beckens. Diese ist entscheidend dafür, ob die Spende wirklich durchgeführt und Stammzellen aus dem Beckenkamm entnommen werden können. Darüber hinaus werden Vorgespräche zum Eingriff geführt und Blutabnahmen finden statt. Am Ende gab es für Daniel Marcinkowski das „Go“. Die Knochenmarkspende war direkt für den nächsten Tag geplant.

 

 

„Man stellt sich das oft schlimmer vor, als es ist“, sagt er rückblickend. Bereits nach kurzer Zeit war er wieder fit. Als er später erneut von der Stiftung für eine Knochenmarkspende angefragt wurde, zögerte er keine Sekunde. „Ich war überrascht, weil man zuerst denkt, jetzt habe ich gespendet und nun war es das erst einmal. Aber manchmal kommt es vor, dass es nötig ist, für die selbe Person noch einmal zu spenden“, erklärt Daniel Marcinkowski. Es ist bereits schwierig für eine Person, einen passenden Spender zu finden. Wenn so wie in diesem Fall mehrere Spenden notwendig sind, wird daher zunächst das erste Match noch einmal kontaktiert. 

Erst zwischen der zweiten und dritten Spende erfuhr Daniel Marcinkowski, dass es sich bei der Person, für die er Knochenmark spendete, um einen 45-jährigen Familienvater aus England, aus der Nähe von Manchester, handelt. „Sowohl Spender als auch Empfänger bleiben anonym. Nur wenn der Empfänger zustimmt, erfährt man etwas über ihn. Und natürlich auch andersherum“, erklärt der Pfleger. Im Mittelpunkt stand für ihn jedoch nur zu helfen.

„Wir sind alle auf demselben Highway des Lebens unterwegs. Ich glaube, es ist wichtig, auch mal anzuhalten und zu gucken, was anderen Menschen passiert. Man sollte das Auge für das Drumherum nicht verlieren. Für Menschen, die es vielleicht gerade nicht so leicht haben und ihnen mit einer Stammzellspende oder einer Blutspende etwas mehr Lebenszeit geben. Ich glaube, das ist der Aspekt, der mich wirklich berührt hat“, sagt Daniel Marcinkowski. Sein Ziel heute: Andere Menschen zu sensibilisieren und zu ermutigen, sich ebenfalls registrieren zu lassen.

Sportklinik Hellersen ruft zu Typisierungsaktion auf 

Dies möchte auch die Sportklinik Hellersen unterstützen und das Bewusstsein stärken. Gemeinsam mit der Stefan-Mosch-Stiftung organisiert die Spezialklinik daher vom 16. bis zum 31. März eine Online-Typisierungsaktion.

Was bedeutet das? Interessierte können sich über die Website der Sportklinik Hellersen über das Thema Stammzellspende sowie die Arbeit der Stiftung informieren. Zudem erfahren sie, wie sie sich auch ganz einfach und schnell von zuhause aus typisieren lassen können. 

Bei der Typisierung werden aus einer Blut- oder Speichelprobe die genetischen Gewebemerkmale bestimmt („typisiert“). Für viele Betroffene ist eine Stammzelltransplantation von einem Spender die einzige Chance zu überleben. Um aber zu spenden, müssen bestimmte Genmerkmale mit einem leukämiekranken Menschen übereinstimmen. Dies wird im Anschluss an die Typisierung überprüft. Die große Vielzahl der genetischen Kombinationen erschwert allerdings die Suche nach passenden Lebensrettern erheblich. Auch heute noch wird für jeden Zehnten weltweit kein genetischer Zwilling gefunden. 

Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, möglichst viele neue potenzielle Stammzellspender zu gewinnen. Jeder gesunde Mensch kann sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen und vielleicht eines Tages selbst zum Lebensretter werden – so wie Daniel Marcinkowski. 

 

 

Pressekontakt

Sarah Burghaus
Leitung Marketing, PR & Customer Service, Pressesprecherin
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