Von der „Knieklinik“ zur hoch spezialisierten Gelenkchirurgie

Die Gelenk- und Unfallchirurgie der Sportklinik Hellersen steht heute für die spezialisierte Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen an Knie, Schulter und Ellenbogen. Im Mittelpunkt stehen gelenkerhaltende, arthroskopische und rekonstruktive Verfahren sowie eine spezialisierte Unfallchirurgie. Ziel ist es, Funktion, Stabilität und Belastbarkeit der Gelenke möglichst langfristig zu erhalten oder wiederherzustellen.

Spezialisierung als Qualitätsprinzip

Knieverletzungen gehörten über Jahrzehnte zu den prägenden Behandlungsschwerpunkten der Sportklinik Hellersen und machten das Haus überregional als „Knieklinik“ bekannt. Nach der Eröffnung des Klinikneubaus in den 1970er-Jahren wurden bereits Erkrankungen und Verletzungen von Knie, Hüfte und Sprunggelenk sowie Sehnenverletzungen behandelt. Mit der Zeit wurde das Behandlungsspektrum auf weitere Körperregionen ausgeweitet und zunehmend spezialisiert.

Einen entscheidenden Entwicklungsschritt brachte das Jahr 2002. Die bis dahin breiter aufgestellten operativen Strukturen wurden stärker nach Gelenken und Krankheitsbildern spezialisiert. Es entstanden die Kniechirurgie und Sporttraumatologie unter der Leitung von Dr. Volker Stoll sowie die Schulter-, Ellenbogen-, Kniechirurgie und Sporttraumatologie unter Dr. Bernd Lasarzewski. Damit wurde die Grundlage für die heutigen spezialisierten Fachbereiche geschaffen.

Auch die Spezialisierung auf weitere Körperregionen wurde konsequent vorangetrieben. 2004 wurde die Sektion Fußchirurgie gegründet. 2018 übernahm Andrea Knichel den Fachbereich Fuß- und Sprunggelenkchirurgie und baute zusätzlich die Kinderorthopädie als eigenen Schwerpunkt auf. 2019 kam unter Chefärztin Dr. Petra Scheffer die Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie als weiterer spezialisierter Fachbereich hinzu.

Parallel entwickelte sich das operative Spektrum kontinuierlich weiter. Dazu gehören komplexe arthroskopische Verfahren, Bandstabilisierungen an Knie und Ellenbogen, knorpelreparative Eingriffe sowie die rekonstruktive Gelenkchirurgie nach Frakturen. Auch der Gelenkersatz an der Schulter einschließlich Wechseloperationen gehört zum Behandlungsspektrum. Seit November 2024 steht die Abteilung Schulter-, Ellenbogen-, Kniechirurgie und Traumatologie unter der Leitung von Dr. Markus Leyh, der den Fachbereich zuvor bereits seit 2011 als Oberarzt mitgeprägt hatte.

Heute verbindet die Gelenk- und Unfallchirurgie jahrzehntelange Erfahrung mit einer konsequenten Spezialisierung auf einzelne Gelenke und Verletzungsmuster. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, die natürliche Gelenkfunktion möglichst zu erhalten oder bestmöglich wiederherzustellen und für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept zu entwickeln. Für ihre medizinische Expertise wurde der Fachbereich in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet und zuletzt vom Magazin stern als eine der sehr empfehlenswerten Fachkliniken bei Kreuzbandriss- und Meniskusbehandlungen empfohlen.
 

Behandlungsschwerpunkte 

  • Kniechirurgie
    Meniskusverletzungen, Kreuzbandverletzungen, komplexe Bandinstabilitäten, Knorpelschäden, Kniescheibeninstabilitäten sowie gelenkerhaltende und rekonstruktive Eingriffe.
     

  • Schulterchirurgie
    Arthroskopische Eingriffe, Verletzungen und Erkrankungen der Rotatorenmanschette, Schulterinstabilitäten, Sehnenverletzungen, rekonstruktive Verfahren sowie Schulterendoprothetik einschließlich Wechseloperationen.
     

  • Ellenbogenchirurgie
    Bandverletzungen und Instabilitäten, Knorpelschäden, Bewegungseinschränkungen sowie rekonstruktive Eingriffe nach Verletzungen und Frakturen.
     

  • Handchirurgie
    Verletzungen und Erkrankungen an Fingern, Hand und Handgelenk, darunter Knochenbrüche, Sehnen-, Kapsel-, Band- und Nervenverletzungen, Arthrose sowie Gelenkersatz.
     

  • Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
    Konservative und operative Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Fehlstellungen an Fuß und Sprunggelenk bei Kindern und Erwachsenen.
     

  • Traumatologie
    Versorgung von Knochenbrüchen und komplexen Gelenkverletzungen sowie rekonstruktive Eingriffe nach Sport- und Unfallverletzungen.

Spitzenmedizin aus Südwestfalen als Kongress-Highlight in Kairo

Auf ausdrückliche Einladung der Veranstalter nahm die Sportklinik Hellersen 2025 am 77. Jahreskongress der Egyptian Orthopaedic Association in Kairo teil. Erstmals in der Geschichte des Kongresses wurden Ende November 2025 Live-Operationen aus einer deutschen Klinik übertragen. Mehr als 5.000 Fachbesucher verfolgten eine Kreuzbandoperation sowie eine roboterassistierte Knieoperation aus den OP-Sälen in Lüdenscheid, während die Eingriffe in Kairo live von den Chefärzten Dr. Markus Leyh und Dr. Stefan Schmidl kommentiert wurden.