Zentrum für Spezielle Schmerzmedizin

Menschen, die Schmerzen haben, können oft nur schwer noch an etwas Anderes denken. Ihre Lebensqualität ist stark beeinträchtigt. Die Spezielle Schmerztherapie ist oft die letzte Hoffnung für Betroffene, wenn Sie an anderen Stellen bereits als austherapiert gelten. Wir sind ein überregional aufgestelltes Schmerzzentrum mit einem breit gefächerten Therapieangebot und dem Behandlungsschwerpunkt chronischer Rückenschmerz.

Es werden unter anderem Schmerzzustände nach Wirbelsäulen-, Bandscheiben- und Dekompressionsoperationen bei einer Spinalkanalverengung behandelt. Eine mögliche Ursache für die Schmerzen können zum Beispiel winzige Vernarbungen sein, die sich nach einem Bandscheibenvorfall gebildet haben, oder Entzündungsreaktionen im Wirbelkanal.

Ein erster wichtiger Schritt, um dem Patienten zu helfen, ist zuerst genau zu selektieren, um welche Art von Schmerz es sich handelt und welche Medikamente der Patient bereits im Vorfeld erhalten hat. Zudem sollte bei einem ersten Gespräch nicht nur über die bestehende Medikation informiert werden, sondern auch aktuelle Laborwerte bzw. zuvor durchgeführte bildgebende Verfahren und deren Befunde übermittelt werden. Diese dienen einer ausführlichen Diagnostik, auf deren Basis und unter Berücksichtigung eines MRT gemeinsam mit dem Patienten ein Therapieverfahren individuell angepasst und ausgewählt wird.

Die Spezielle Schmerzmedizin der Sportklinik Hellersen bietet neben der multimodalen Schmerztherapie, die auch eine Kunst- und Musiktherapie beinhaltet, interdisziplinäre fachorthopädische, neurochirurgische sowie neurologische Mitbetreuung und spezielle Verfahren der Schmerzmedizin wie die Epiduroscopie und die Hochfrequenzstimulation an.

Schwerpunkte

1. Multimodale Schmerzherapie mit / Ohne EAT (epidurale Katheterschmerztherapie)
2. Opioidneueinstellungen, Rotationen etc., allgem. Med. Einstellung bei stat. Patienten
Behandlung von  Nebenwirkungen(Obstipation)  und Komplikationen(Übelkeit)
Hauptsächlich Retardierte Morphine , aber auch Polamidon oder Methadon bei neuropathischen Schmerzen,
Behandlung von Tumorschmerz/Palliativpatienten mit Problemen bei der Schmerzeinstellung,
Entzugsbehandlungen, Behandlung der OIH : Opioidinduzierte Hyperalgesie, audiuvante Therapie
bei neuropathischen Schmerzen , Depression und Obstipation.
3. Epiduralanalgetische Therapie – gezielte Applikation im Spinalnervenabgang/Wurzelbereich
4. Sympathikusblockaden/ Sympathikusblockaden/Symp. Gloa , Gl. Stellatum, GCS
5. Behandlung mit Cannabinoiden , CBD und THC – meist ambulant, Th. Mit Cannabisblütensorten
6. Akupunktur u. chin. Phytomedizin
7. Epiduroscopie bei Spinalkanalverengung, bei Vernarbungen im Wirbelkanal bei FBSS und Postlaminektomiesyndrom

Neuromodulation: Nach ambulanter Testphase vor der Implantation ( Schmerzschrittmacher, Schmerzpumpe)
8. Schmerzhafte Spastik mit intrathekaler Baclofentherapie/Pumpe (z.b. inkompl. Querschnitt)
9. Behandlung extremer Schmerzzustände mit Ziconotid via Schmerzpumpe intrathekal und oder
mit Morphinen, z.b. bei neuralgiormen Schmerzsyndromen.
10. Entzugsbehandlung wenn erforderlich

Neurostimulationsverfahren:   Nach ambulanter Testphase vor der Implantation
11. SCS – spinal cord stimulation – Rückenmarksstimulation beim neuropathischen Extremitätenschmerz unterschiedlicher Genese,
Hochfrequenz SCS bei Rückenschmerz oder Kombination beider Verfahren beim Rücken-Beinschmerz
12. PNFS – periphere Nervenfeldstimulation - bei lokalisierten Schmerzsynromen
13. ONS – occipitale Nervenstimulation bei Occipialneuralgie etc. (im Hinterhauptsbereich)
14. Behandlung mit  bei Radiculopathie – gepulste Radiofreqzenzbehandlung der  Spinalnervenwurzel mit anschliessender Katheterschmerztherapie
15. Injektionsbehandlungen in der Ambulanz, auf der Station: PRT, PDA, TLA, GLOA
16. TENS Behandlung


typische Krankheitsbilder: Kopf, Gesichtsschmerz, akute. Radiculopathie, FBSS – failed back surgery syndrome (persisitierende Schmerzen nach Wirbelsäulenoperation), Postlaminektomiesyn., CRPS I und II, Tumorschmerz, Lumbago/Lumboischalgie, Spastikschmerz, Neuralgien, Postzosterneuralgie, Fibromyalgie, Stumpfschmerzen nach Amputationen, mixed pain syndrome, Behandlung von Cluster und Trigeminuskopfschmerz


Multimodale Schmerztherapie

Für Patienten mit besonders schweren Schmerzen haben wir eine spezielle „multimodale stationäre Schmerztherapie“ entwickelt. Die Behandlung erfolgt meist stationär in unserer Klinik und die Behandlung dauert üblicherweise 10 bis 15 Tage.

Vorausgesetzt werden eine ausreichende körperliche Belastbarkeit sowie Kenntnisse der deutschen Sprache, die es ermöglichen, die Programminhalte zu verstehen.

Dabei kommen z.B. folgende Behandlungsmodule zum Einsatz:

• Psychologische Therapie

• Schmerzpsychologische Interventionen

• Physiotherapie / Physikalische Therapie

• Manuelle Medizin

Angewendet wird diese Therapieform etwa bei Schmerzen des Bewegungsapparates (Arme, Beine, Schultern), somatoformen Schmerzsyndromen, Kreuz- und Rückenschmerzen, Neuralgien, Phantomschmerzen, Kopfschmerzen und Polyneuropathien.



Hotline

Sie erreichen uns für Anfragen zu unseren medizinischen Leistungen unter
02351 945-0