Skelettalterbestimmung

Das Skelettalter gilt als eines der objektivsten Kriterien der biologischen Reife. Die Kenntnis des Knochenalters ist daher für die Beurteilung des Entwicklungsstandes eines Kindes von entscheidender Bedeutung. Bei Fragen, die sich mit Wachstumsstörungen etc. beschäftigen, wird sowohl in Diagnostik als auch in Therapie die Skelettalterbestimmung regelmäßig vorgenommen. Darüber hinaus sind Wachstumsprognosen möglich. Für manche therapeutischen Eingriffe in der Orthopädie, sei es konservativ oder operativ, ist die Kenntnis des noch zu erwartenden Längenwachstums unerlässlich.

Methoden zur Bestimmung des Skelettalters wurden schon frühzeitig vorgestellt. Zunächst wurde das Auftreten von Knochenkernen zur Skelettalterbestimmung herangezogen. Der Kinderarzt Rotch entwickelte eine entsprechende Methode und verwendete als erster den Begriff „anatomisches Alter“. Die röntgenologische Bestimmung des Knochenalters hielt er für geeignet, um die Schulreife eines Kindes zu beurteilen. Diese Methode wurde weiterentwickelt, erwies sich aber in der Folgezeit als wenig praktikabel, so dass später die Größe und der Reifungsstand der Epiphysenkerne herangezogen wurden. Wegen der großen Zahl der Epiphysen an der Hand wurde das Röntgenbild der Hand gewählt. Den Empfehlungen der Anthropologen folgend (anthropometrische Messungen an der linken Körperhälfte durchzuführen) wird das Röntgenbild der linken Hand verwendet.

Bei bekanntem Skelettalter und der aktuellen Größe des Kindes ist die Berechnung der prospektiven Erwachsenenendgröße möglich.



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