Extrakorporale Stoßwellentherapie

Mit Stoßwellen Operationen vermeiden

Seit November 1997 kommt in der Sportklinik Hellersen ein neues Therapieverfahren zum Einsatz. Mittels hochenergetischer Schallwellen (Stoßwellen) werden dabei Sehnenverkalkungen und Sehnenansatzbeschwerden behandelt. Die Stoßwellentherapie wird seit 15 Jahren zur Zertrümmerung von Nierensteinen erfolgreich eingesetzt und hat über zwei Millionen Patienten eine Operation erspart. Dabei traten auch beim Einsatz hoher Energiemengen im allgemeinen keine gravierenden Nebenwirkungen auf.

Wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Studien an großen orthopädischen Kliniken haben gezeigt, dass es möglich ist, Verkalkungen im Bereich der Schulter mittels der Stoßwellentherapie aufzulösen. Es fanden sich jedoch auch bei anderen Sehnen- und Sehnenansatzbeschwerden gute langfristige Behandlungserfolge. So konnte eine operative Behandlung sehr oft vermieden werden.

Nach den Richtlinien der Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie bestehen zur Zeit folgende Anwendungsbereiche für die Stoßwellenbehandlung:

  1. Chronische Schultersehnenbeschwerden mit Verkalkungen (Tendinosis calcarea)
  2. Chronischer Tennisellenbogen (Epikondylopathia radialis)
  3. Fersensporn
  4. Nicht heilende Knochenbrüche (Pseudarthrosen)

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt zur Zeit keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen dar. Die Behandlungskosten müssen deshalb vom gesetzlich versicherten Patienten selbst getragen werden. Von den privaten Krankenversicherungen werden die Kosten der Stoßwellentherapie in der Regel erstattet.

Die Stoßwellentherapie erfolgt mit neuen, speziell für die erwähnten orthopädischen Erkrankungen entwickelten Geräten. Mittels Ultraschallkontrolle kann dabei der Brennpunkt der Stoßwelle millimetergenau gesteuert werden. Die Behandlung erfolgt ambulant, in der Regel sind drei Therapiesitzungen in wöchentlichen Abständen notwendig.

Nicht für alle Patienten kommt die Stoßwellentherapie als Heilmethode in Frage.

Wichtige Voruntersuchungen durch den behandelnden Arzt sind notwendig, wie z.B. Röntgenaufnahmen von dem zu behandelnden Gelenk oder Körperteil sowie Blutuntersuchungen, die die Blutgerinnung bestimmen.

Es gibt einige Gegenanzeigen, die nach heutigem Kenntnisstand die Anwendung von Stoßwellen einschränken:

  • Patienten mit Gerinnungsstörungen / Marcumarpatienten
  • Tumorpatienten
  • Wachstumsfugenbereich bei Heranwachsenden
  • Behandlung von Rippen, Wirbelkörpern und Schädelknochen
  • Beschallung von großen Gefäßen, Nerven, Darm und Lungengewebe
  • Schwangerschaft
  • Herzschrittmacher
  • Infektionen im Behandlungsgebiet.

Mit der Extrakorporalen Stoßwellentherapie lassen sich bei den angeführten Indikationen in ca. 70% der Fälle langfristig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen und somit bei den genannten orthopädischen Erkrankungen eine sonst erforderliche Operation vermeiden.



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